Läuferfamilie fühlt sich rundum wohl am Lübbesee

Siegerehrung Lübbeseelauf, Herren - Der Sachse Heiko Schäfer war über 20 km nicht zu schlagen. Foto: Uwe Werner Siegerehrung Lübbeseelauf, Herren - Der Sachse Heiko Schäfer war über 20 km nicht zu schlagen. Foto: Uwe Werner

Der Lübbeseelauf in Templin hat schon etwas Besonderes. Vor allem lockt der Wettkampf immer mehr Sportler aus der Ferne in die Uckermark. Der Sachse Heiko Schäfer beispielsweise hatte im Vorjahr für Schlagzeilen gesorgt, als er seine Langzeit-Freundin Romy vor versammelter Läuferschar gebeten hatte, seine Frau zu werden. „Vor zwei Monaten haben wir geheiratet“, erzählten die Beiden am Sonnabend und zeigten stolz ihre Eheringe. Und, der frisch gebackene Ehemann sorgte auch beim 33. Lübbeseelauf wieder für Aufsehen: Diesmal gewann er, in der Altersklasse M45 startend, mal eben den Pokal als Sieger über die 20 km-Strecke! Sein Sohn Nino kam über 2 km als Siebter ins Ziel. Seine Frau Romy war unter den Nordic Walkern anzutreffen.

Aus Sachsen-Anhalt war gleich eine ganze Gruppe von Nordic Walkern angereist. „Wir sind hier gerade für ein Wochenende im Ahorn Seehotel zu Gast und wollten uns diese Gelegenheit, gemeinsam sportlich etwas zu tun, natürlich nicht entgehen lassen“,  berichteten die Frauen und Männer. Zu Hause trainiert die rüstige „Rentnertruppe“ einmal wöchentlich. Die Jüngste im Bunde ist übrigens 65 Jahre alt, die „Erfahrenste“ zählt 75 Lenze, war im Vorbeilaufen noch zu erfahren.

„Danksagungen“ wie die von Monika Wulf konnten die Cheforganisatoren Stefan Kluge und Kathrin Eichmann von der Initiativgruppe Postheim e. V. (IG Postheim) sowie ihre vielen Helfer(innen) etliche entgegen nehmen. „Euer Lauf war wieder aufs Beste organisiert“, lobte die erfahrene Läuferin von den Schwedter Hasen. Das kommt aber nicht von allein. So haben die Templiner - nicht zuletzt dank der großzügigen Unterstützung durch das Ahorn Seehotel – eben etwas zu bieten, was andere nicht vorweisen können: Drei Getränkestützpunkte an der 20 km-Strecke, ein riesiges Obstbüffet, von dem sich auch der Letzte noch ausgiebig bedienen kann, Duschmöglichkeiten sowie freies Baden in der Hotel-Schwimmhalle oder im benachbarten Lübbesee. Und nicht zu vergessen die Auswahl zwischen zwei schmackhaften Suppen zur Mittagsstärkung (davon eine sogar vegetarisch).

Rege Beteiligung auch im Nachwuchsbereich

Das Wetter beim 33. Lübbeseelauf war bestens zum Laufen und Walken geeignet. Und auch in diesem Jahr ging es um Punkte für die Brandenburg-Cup und die Uckermark-Cup-Wertung. 170 Läufer (innen) kamen ins Ziel. Und 17 Nordic Walker (innen) hatten auf Strecken über sechs und zehn Kilometer ihren Spaß. Im Nachwuchsbereich waren erfreulicherweise der SV Fortuna Schmölln, die Schwedter Hasen, die Angermünder Wiesel und der SV Alemania Templin mit wahren „Streitmachten“ an den Lübbesee gekommen.

Auf dem „langen Kanten“, also über 20 km, holte sich Heiko Schäfer (Altersklasse M45/Roadrunner Langebrück) den Sieg und den Pokal. Mit einer Zeit von 1:21:46 Stunden ließ er Lokalmatador Falk Hoffert (IG Postheim Templin/M50/1:22:24 h) und den Berliner Thorsten Glombitza (M40/1:25:09 h) hinter sich. 20 km-Siegerin bei den Frauen wurde Katja Schulz vom Lupus-Team Zehdenick (W35) mit einer Zeit von 1:41:26 h. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Sylke Möbius vom TSV 62 Prenzlau (W50/1:41:38 h) und Anke Schulz von der IG Postheim Templin (W45/1:53:44 h).

Auf der 10 km-Strecke holte sich Thoralf Berg (Schwedter Hasen/M40) mit einer Zeit von 38:14 Minuten den Gesamtsieg vor Dan Lindemann (Angermünder Wiesel/M20/38:24 min) und Jörg Schneider (OSC Potsdam/M45/42:07 Min). Bei den Frauen gewann Steffi Skara von den Schwedter Hasen (W35) mit einer Zeit von 43:21 Minuten vor Christin Ehrke vom TSV 62 Prenzlau (W50/46:28 min) und Ramona Rutenberg aus Heckelberg-Brunow (W50/47:59 min).

Text: Uwe Werner