100 Kilometer von Zielona Gora nach Cottbus - ein Staffellauf, der begeistert

Fast 20 Jahre ist es her, dass ein deutsches Team den internationalen Staffellauf zwischen Zielona Gora und Cottbus gewann. Seitdem sind es polnische Teams, die als Sieger auf dem Marktplatz einlaufen – im Jahreswechsel in Cottbus oder Zielona Gora. So auch am vergangenen Samstag bei der 24. Auflage: Nach einem packenden Rennen und vielen Führungswechseln gewann am Ende das Team „Tomato – Gmina Krosno Odrzanski“ (5:56:01 Stunden, deutsch: Tomaten-Gemeinde) knapp vor dem VfL Fortuna Marzahn (5:56:21). Auf den dritten Platz lief die „Berufsfeuerwehr Cottbus I“ (6:16:16). Vierter wurde die Staffel von Kimbia Sports (6:15:31)

Fünf Läufer in einem Team

Bei angenehmen 24°C, aber einem straffen Wind schickten Czeslaw Fiedorowicz (Vorsitzender der Euroregion Spree-Neiße-Bober und Vorsitzendes des Landtages Lebus) und der Cottbusser Sportdezernent Berndt Weiße die 56 Teams (35 deutsche und 21 polnische Mannschaften) auf die 100,8 Kilometer lange Strecke. Ein Team besteht dabei aus jeweils fünf Läufern, von denen mindestens eine Frau und ein(e) Läufer(in) über 50 sein müssen. Jeder Teilnehmer muss mindestens zwei Strecken laufen. Insgesamt gibt es 15 Etappen zwischen drei und knapp 15 Kilometern mit festgelegten Wechseln.

Längste Anreise aus Taiwan

Das Organisationsteam um Heike und Rene Hintz (Cottbuser Parkläufer), Andrzej Szczesny (MoSir) und Tobias Schick (Stadtsportbund) äußerte sich sehr zufrieden über die Veranstaltung. Die Beteiligung sei gut gewesen und auch die vielen ehrenamtlichen Helfer auf polnischer und deutscher Seite haben einen super Job gemacht, so Sportdezernent Berndt Weiße. Auch die Teilnehmer äußerten sich positiv. „Dies ist immer ein ganz besonders Event.“, so Jette Duschka von „SV Wacker Komptendorf“, „Es macht immer wieder Spaß als Mannschaft zu laufen.“. „Als Mannschaft“, das nahmen die Komptendorfer wörtlich und stellten sechs annähernd gleich starke Teams. Sie erhielten dafür die Auszeichnung für die meisten Teilnehmer. Denn neben den Preisen für die Ersten gab es auch eine Menge Sonderwertungen, die jedem eine Chance auf einen Preis ermöglichen. Eine dieser Sonderwertung erhielt auch Lin JungChing aus Taiwan – für die längste Anreise. Die junge Asiatin wurde bereits vor einigen Wochen Dritte beim Potsdamer Schlösserlauf und fand mit der Potsdamer Laufschule gotorun eine sportliche Gastfamilie während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Berlin für ein Deutsch-Seminar.

Gleich nach dem letzten Zieleinlauf begannen die Vorbereitungen für die 25. Auflage, die – so der Wunsch der Cottbusser Veranstalter – eine deutsche Staffel als erste den Marktplatz in Zielona Gora erreichen soll.