Laufen verbindet - der erste "Lauf ohne Grenzen" in Frankfurt (Oder)

Am Freitag, den 8.Juli 2016, findet der erste „Lauf ohne Grenzen“ in Frankfurt(Oder) / Slubice (Polen) statt. Gestartet wird das Event am Freitagabend um 20:00 Uhr im Stadion von Slubice. Nach der Grenzüberquerung geht es für die Läufer in Richtung "Stadion der Freundschaft” in Frankfurt (Oder). Von dort aus gelangen die Teilnehmer auf einem anderen Weg zurück ins polnische Slubice, wo sich auch das Ziel befindet. Insgesamt haben die Sportler eine Strecke von circa 10 Kilometer zu absolvieren.

Die Idee dieses Laufes ist bereits vor vielen Jahren entstanden. Der Laufexperte Jürgen Holzäpfel, Katrin Böhme von der Stadtverwaltung in Frankfurt und Frank Berghausen, der AOK-Sport- und Gesundheitsberater hatten damals die Idee für dieses Event. Gescheitert sind sie immer an der Genehmigung für die Sperrung der Stadtbrücke. Nun wurde die Idee wieder aufgegriffen und die Veranstaltung ins Stadtfest “Bunter Hering” eingebunden. Eine Brückensperrung ist zu diesem Zeitpunkt von vornherein gegeben.

Durch die Einbindung von Slubice wurde das Event abgerundet. Beide Städte freuen sich sehr über diesen gemeinsamen Lauf, von dem beide Seiten seit Langem geträumt haben.

Start- und Zielort mit Geschichte

In Europa gibt es eine Menge geschichtsträchtiger, beeindruckender und bekannter Stadien, wie zum Beispiel die Anfield Road oder das Olympiastadion in München. Weniger bekannt und dennoch sehr eindrucksvoll ist das SOSiR Stadion in Slubice, welches Platz für 7000 Gäste bietet. Bereits im Jahr 1914 war Baubeginn für die Anlage, zu der, neben Fußball- und Leichtathletikanlagen, auch ein Schwimmbad gehört. Der Bau des Stadions gestaltete sich als schwierig. Nach den Erdarbeiten, die durch russische Kriegsgefangene erledigt wurden, und der Grundsteinlegung stockte der Bau immer wieder. Erst nach knapp 13 Jahren konnte die Anlage am 27.Mai 1927 als Ostmarkstadion eröffnet werden. Entworfen wurde der Bau von Otto Morgenschweiss, dem Frankfurter Stadtbaurat zu dieser Zeit. Im Jahr 2003 fanden, durch finanzielle Unterstützung der Europäischen Union, umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, die aber den Geist der historischen Anlage erhielten. Genutzt wird das Stadion heute vor allem durch zwei Vereine, den polnische Fußball-Drittligist „MKS Polonia Slubice“den Leichtathletikverein „LKS Lubusz Słubice“. 

Roland Semik, der polnische Regionalhistoriker, fordert nun für den gesamten historischen Sportkomplex, um den sich viele Mythen ranken, Denkmalschutz. Schließlich sei die Anlage einmal eine der schönsten Europas gewesen und Trainingsstätte für viele polnische Spitzensportler. An diesem Freitag ist das Stadion nun Start und Zielort für den ersten „Lauf ohne Grenzen“. Für die Teilnehmer sicher ein tolles Gefühl in diesen altehrwürdigen Anlagen zu laufen.