Preußische Meile - 25 Jahre am Laufen gehalten

Internationaler Sparkassenlauf - "Preußische Meile"

Den Citylauf Preußische Meile gibt es ein Vierteljahrhundert lang in Potsdam.

Anfänglich sogar mit Athleten von Weltklasseformat. Nun steigt die Jubiläumsauflage, für die der veranstaltende Potsdamer Laufclub schon einen Melderekord verzeichnen kann.

Es gibt in Potsdam ja reichlich Möglichkeiten, sich an preußische Geschichte zu erinnern. Schlösser, Gärten, Weinberge, Paläste. Seit einem Vierteljahrhundert schafft das auch eine Sportveranstaltung: die Preußische Meile. Der Citylauf über 7,53 Kilometer ist genauso lang wie das alte Längenmaß, das vor 200 Jahren bei der Landvermessung genutzt wurde. Seit 25 Jahren führt die Preußische Meile durch die Potsdamer Innenstadt – aufgrund von Bauarbeiten auch mal mit Kursabweichungen via Alexandrowka, schon immer aber über die Brandenburger Straße als Laufsteg. An diesem Freitag, am 30. Juni, wird es nunmehr die Jubiläumsauflage geben.

1750 Anmeldungen liegen dem Potsdamer Laufclub (PLC) – seit 1998 Veranstalter – für die Schülerläufe bereits vor. Das ist ein neuer Melderekord. Mit 22 teilnehmenden Schulen ist die Preußische Meile der größte Schülerlauf im Land Brandenburg. Nach dem Bambinilauf über 400 Meter starten ab 17.45 Uhr im Zehn-Minuten-Takt die Schüler, die entsprechend ihrer Schulklassen gewertet werden. Zudem gibt es eine Schulmannschaftswertung – je fünf Läufer gehören zu einem Team. Mit insgesamt 258 Mannschaften bringt die Karl-Foerster-Schule die meisten Teilnehmer an den Start.

Bei der Preußischen Meile geht es um einen Prestigesieg

Für den eigentlichen Hauptlauf erwarten die Veranstalter etwa 400 Starter. Vier Runden sind im Karree mit Hegelallee, Friedrich-Ebert-, Brandenburger- und Schopenhauer-Straße zu absolvieren, um das Maß der Preußischen Meile voll zu machen. Mit dabei sind zwei Aktive, die bislang alle 24 Läufe mitgemacht haben. Johannes Matthews vom PLC, der die Startnummer 25 tragen wird. Die Nummer Eins bekommt Rigo Gebhardt, Dauerläufer vom SCC Berlin, der schon vor zwei Wochen beim Schlösserlauf den Daumen hochhielt bei der Frage, ob er am 30. Juni dabei ist. Wie für die beiden ist der Potsdamer Citylauf längst für viele Freizeitläufer aus der Region ein Pflichtprogramm im Laufkalender, wobei es unter den ambitionierten Läufern durchaus als Prestigesieg gilt, die Preußische Meile zu gewinnen.

In seinen ersten Jahren war der Stadtlauf noch eine Kombination aus Volks- und internationalem Elitelauf. Initiator Jürgen Bruns hatte die Idee, dass zunächst Freizeitsportler die 7,53 Kilometer laufen und dann Athleten mit Weltklasseformat. Tatsächlich gelang es dem engagierten Potsdamer Manager und Trainer, internationale und deutsche Top-Läufer wie Laban Chege, Julius Korir oder Tegla Loroupe aus Kenia an die Havel zu holen. Auch Lauflegenden wie Emil Zatopek oder Lasse Viren lud Bruns als Gäste ein. Schnelle Zeiten und klangvolle Namen haben somit die ersten Kapitel der Preußischen Meile geprägt, doch war über die Jahre der finanzielle und personelle Aufwand nicht zu leisten.

Das Event lockt auch Läufer aus dem Ausland an

Als internationaler Sparkassenlauf konnte die Preußische Meile in den vergangenen Jahren dennoch firmieren. Zum einen fördert die Mittelbrandenburgische Sparkasse das Laufevent nunmehr schon traditionell. Zum anderen waren in der Vergangenheit immer wieder Läufer aus dem Ausland am Start. Bislang sind für den Hauptlauf 308 Anmeldungen registriert. Nachmeldungen sind bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Start noch möglich.

Alle Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet unter: sparkassenlauf.preussische-meile.de.

Text: Peter Könnicke