Ausgeruht zum Streckenrekord

Die lange Laufpause hat ihre regenerative Wirkung nicht verfehlt. Vor mehr als drei Jahren hatte Hannes Hähnel seine Laufschuhe bereits an den Nagel gehangen. Immerhin auf die beachtliche Marathonzeit von 2:28:04 Stunden hatte es der damalige Cottbuser geschafft, ehe er sich auf sein Elektrotechnik-Studium konzentrierte. Dieses hat er inzwischen abgeschlossen – und die Freude am Laufen wiederentdeckt.

Seit gut vier Monaten trainiert der nunmehr 30-Jährige nach eigener Aussage wieder, um beim Teltowkanal-Halbmarathon über die 21,1 Kilometer am gestrigen Sonntag einen neuen Streckenrekord zu laufen. Seine Siegerzeit von 69:48 Minuten wurde in den vergangenen Jahren nicht annähernd erreicht.

Teilnehmer aus 31 Nationen gehen auf die Strecke

Auch die Halbmarathon-Siegerin Annika Holland (SSV Hohen Neuendorf) zeigte mit ihrer Zeit von 1:26:46 Stunden, dass auf der nicht ganz einfachen Strecke dennoch schnell gelaufen werden kann. Schwierig macht den Rundkurs über sieben Kilometer zum einen der Rückweg auf der Nordseite des Teltowkanals, der mit vielen Wurzeln zu erhöhter Aufmerksamkeit zwingt und wegen seiner Enge das Überholen schwierig macht. Vor allem die ehrgeizigen Staffelteilnehmer, die beim Wettlauf um einen Platz auf dem Siegerpodest durchaus ein höheres Tempo anschlagen, müssen sich elegant durch die Läuferkarawane schlängeln, die sie auf der zweiten und dritten Runde wieder vor sich haben.

„Das ist auch ein Grund, weshalb wir die Teilnehmerzahl auf 1500 beschränkt haben“, erklärte Veranstalter Lars Weber vom Verein für Gesundheitssport Kiebitz. Dass die Veranstaltung bereits vor zwei Wochen ausgebucht war, beweist die gewachsene Popularität, die der Wettbewerb als eines der letzten Events im jährlichen Laufkalender genießt. Und das nicht nur bei Athleten aus Berlin und Brandenburg: 31 Nationen waren bei der gestrigen zwölften Auflage des Teltowkanal-Laufes am Start.

Prominenz im Staffelwettbewerb

Beim diesjährigen, von der AOK Nordost präsentierten Staffellauf lieferten sich unter anderem ehemalige Profis der Füchse Berlin und des 1. FC UnionBerlin ein Laufduell. Die Handballer, angeführt von Marc Hartensuer, lagen letztlich mit 1:58:37 für den Halbmarathon rund sieben Minuten vor den Ex-Fußballern, darunter Christian Beeck und Steffen Baumgart. Die Staffel der AOK-Sportbotschafter mit Kanu-Weltmeister und -Olympiasieger Sebastian Brendel, National-Beachvolleyballer Jonathan Erdmann und Auswahl-Kanute Stefan Kiraj liefen mit 1:27:59 Stunden auf den achten Platz.

Den ersten von insgesamt 55 Plätzen sicherte sich das Triathletenteam vom BSV Friesen in 1:15:20 Stunden vor dem zweiten Team von gotorun, das in der Schlussrunde den zwischenzeitlichen Vorsprung von anderthalb Minuten auf 36 Sekunden verringerte. In der gotorun-Staffel liefen mit Smret und Samir zwei Flüchtlinge aus Eritrea mit, die seit einigen Wochen in der Trainingsgruppe der Potsdamer Laufschule eine sportliche Heimat haben.


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