Der Potsdamer Herbstlauf – eine Herzenssache


Das Angebot an Laufveranstaltungen in und um Potsdam ist mittlerweile sehr vielfältig und jeder Läufer, egal ob Profi oder Freizeitläufer kann sicher seinen persönlichen Lieblingslauf finden. Der Potsdamer Herbstlauf ist längst eine feste Größe in Potsdam und richtet sich in erster Linie an Familien und Kinder. In diesem Jahr geht der Lauf bereits in die 8. Runde. Er findet am 25. September 2016 statt und es gibt auch einige spannende Neuerungen für die Läuferinnen und Läufer.

„Wir möchten vor allem Familien mit Kindern und natürlich alle Freizeitsportler ansprechen, mit uns einen schönen Vormittag zu verleben. Bei uns steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. All unseren Teilnehmern möchten wir die Möglichkeit geben, auf einer überschaubaren Distanz ihr Bestes zu geben“, so Hans-Dieter Gotter. Für das Organisationsteam rund um den Initiator ist der Potsdamer Herbstlauf längst zur echten Herzensangelegenheit geworden. Rund ein Jahr wird vorher geplant, organisiert, nach Sponsoren gesucht und natürlich die Strecke ausgiebig getestet.

Sport mit Adi

Bis 2014 war der Lauf am Forsthaus Templin zu finden – nun gibt es eine neue Strecke und einen neuen Partner für den Potsdamer Herbstlauf. Der Lauf findet nun am Max-Planck-Campus in Potsdam-Golm statt und kann eine wunderschöne, idyllische Strecke vorweisen. Es geht durch die Lennésche Feldflur und entlang des Großen Zernsees. Zwei Distanzen stehen zur Auswahl und es wird zusätzlich ein kostenloser Kinderlauf angeboten. „Wir starten noch einmal ganz neu durch“, verrät Hans-Dieter Gotter im Gespräch aufgeregt.

Für die Jüngsten gibt es noch ein kleines Highlight. Gerhard Adolph, den meisten wohl eher unter seinem Spitznamen Adi bekannt, von „Mach mit, mach’s nach, mach’s besser“, wird Hans-Dieter Gotter nicht nur bei der Moderation unterstützen, sondern auch sonst für gute Stimmung sorgen.

Wer am 25. September am Potsdamer Herbstlauf teilnehmen möchte, kann sich gerne noch unter http://www.strassenlauf.org/va_details.php?id=422 anmelden.


Teilnehmerrekord beim 19. Citylau

Strahlender Sonnenschein und tropische Hitze, so könnte man wohl am besten die Bedingungen für die Teilnehmer des Henningsdorfer Citylaufs am 28. August 2016 beschreiben. Der Veranstalter SV Stahl Henningsdorf e.V. konnte sich mit 323 Läuferinnen und Läufern über einen neuen Teilnehmerrekord in diesem Jahr freuen.

Die Distanz 2,7 Km konnte bei den Damen die 11-jährige Jasmin Kuehnast mit 10:28 Minuten vom SG Vehlefanz für sich verbuchen. Hannes Straub vom FSV Lok Eberswalde legte bei den Männern die Strecke in 11:00 Minuten zurück.

Die 5,4 km lief Merih Luel vom Team Stolpe-Süd International in 19:36 Minuten und bei den Frauen ging Ilka Grundmann von der Laufgemeinschaft Oberhavel nach 26:40 Minuten als Erste durchs Ziel.

Generell hatte die Laufgemeinschaft Oberhavel einen guten Lauf und auch bei der 10,8 km Strecke die Nase vorn- René Latzke lief 39:34 Minuten und Kathrin Koczessa absolvierte den Lauf in 46:18 Minuten.

Die Belohnung kommt am Schluss

Die Anstrengungen aller Teilnehmer des Citylaufs wurden im Anschluss natürlich belohnt. Alle Läufer welche die Ziellinie passierten, bekamen als Erinnerung an ihre sportliche Leistung eine Finishermedaille. Auf dieser ist das Logo des SV Stahl Hennigsdorf e.V. und des Sponsors HWB abgebildet. Mit 18 organisierten Läufen sind die Veranstalter natürlich schon alte Hasen auf ihrem Gebiet aber auch für sie gab es in diesem Jahr etwas Neues – Der Citylauf war erstmals als Wertungslauf für den Brandenburg Cup gelistet.


1. Intersport Olympia-Lauf in Potsdam

Zum 1. Mal findet am 2. Oktober nun auch in Potsdam der beliebte Intersport Olympia Lauf statt. Die Strecke führt durch die belebte Fußgängerzone, vorbei an den wunderschönen Sehenswürdigkeiten und endet am Start & Ziel-Punkt, direkt bei der Intersport Olympia Filiale. Seien Sie dabei und laufen Sie mit, auch diesmal können Sie sich zwischen 5 und 10 km entscheiden. Mit dem Lauf tun Sie auch Gutes, und  unterstützen die Deutsche Parkinson Hilfe, denn 1 Euro der Teilnahmegebühr spenden wir an diese wichtige Organisation.

Alle Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier

Am 02. Oktober um 10.00 Uhr ( Start der Läufe )
Filiale Intersport Olympia
Brandenburgerstraße 30/31
14467 Potsdam


Der Mauerweglauf – 100 Meilen Ultramarathon

100 Meilen, das sind 160,9 km, welche beim Mauerweglauf erlaufen werden. Dieser ganz besondere Ultramarathon geht entlang der ehemaligen Berliner Grenze und soll der Teilung Berlins und deren Opfern gedenken. Jedes Jahr gibt es eine Finisher-Medaille mit dem Abbild eines Menschen, welcher auf der Flucht und dem Versuch die Mauer zu überwinden, gestorben ist. Die Strecke an sich bietet den Läufern allerhand – es geht häufig über Asphalt, mitten durch die Stadt aber auch durch Wälder und entlang von Wiesen.

Bereits Anfang Januar 2016 waren die limitierten 350 Plätze für die Einzelläufer restlos vergeben. Auch die Staffeln, knapp 100 an der Zahl, waren kurze Zeit später weg. Damit verbuchen die Veranstalter (wieder) einen neuen Rekord.

2016 ist das Jahr in dem Karl-Heinz Kube gedacht wird. Er wurde am 16. Dezember 1966 zu einem weiteren Maueropfer. Der Plan, über die Kleinmachnower Grenze zu gelangen scheiterte – er wurde auf der Flucht erschossen.

Eine Zeitreise zurück

Im August 2011 gingen erstmalig 92 Läufer und Läuferinnen an den Start – von ihnen erreichten 78 innerhalb von 30 Stunden das Ziel. Dieser erste Lauf war Günter Litfin  gewidmet, er war das erste von vielen Todesopfern, welcher auf der Flucht getötet wurde. Der Sieg wurde sich brüderlich zwischen sogenannten “Ultralauf-Zwillingen” Michael Vanicek und Jan Prochaska mit einer Gesamtzeit von 16:22 Stunden geteilt.

Das darauffolgende Jahr wurde als Kreativpause genutzt und so ging es 2013 weiter. Die Organisatoren des Mauerweglaufs konnten sich bei ihrer Bewährungsprobe über eine stattliche Teilnehmerzahl von 254 Läufern freuen. Sportlich wurde abermals ein neuer Erfolg gefeiert– Peter Flock lief die 100 Meilen des Mauerweglaufs in gerade mal 15:53 Stunden.

Dem Brauch, einem Maueropfer zu gedenken, blieben die Veranstalter treu, Chris Gueffroy war das vorletzte Opfer welches an der Berliner Mauer ums Leben kam.

Und dann kamen noch Umzug und Trauung

2014 war, laut Veranstalter, das Jahr der Rekorde – es gab, inklusive der Staffeln, über 300 Anmeldungen und auch einen neuen Streckenrekord. Mark Perkins aus Großbritannien flog die Strecke geradezu in unglaublichen 13:06 Stunden. Mit einer besonders schönen Geste wurde Peter Fechter geehrt, die Teilnehmer legten Rosen in der Zimmerstraße ab – an diesem Ort haben ihn 35 Schüssen getroffen an deren Folge er verblutete. Sein Konterfei war 2014 auf der Finisher-Medaille.

Start und Ziel des Mauerweglaufs waren 2015 zum 2. Mal im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Dieser bietet bessere Rahmenbedingungen und liegt auch dichter an der Laufstrecke. In diesem Jahr wurde „Micky“- Marienetta Jirkowsky gedacht, sie wurde 1980 bei dem Versuch aus der DDR zu flüchten von Grenztruppen getroffen und erlag später ihren schweren Verletzungen.

Sportlich lief der Italiener Marco Bonfiglio bei den Einzelläufern zur Höchstform auf. Bereits im Jahr zuvor holte er sich den zweiten Platz beim Mauerweglauf und 2015 dann mit souveränen 13:40:11 Stunden den Sieg.

Aber auch herzliche Anekdoten während des Laufs erfreuten die Veranstalter. So machten die zwei Ultraläufer Conny Balke aus Berlin und der Braunschweiger Karl Rohwedder während des Laufes einen Abstecher zum Standesamt in Hennigsdorf, um sich dort trauen zu lassen. Die Beiden gingen dann als frisch verheiratete Eheleute Rohwedder ins Ziel.

Der Mauerweglauf wird sich bestimmt auch zukünftig immer größerer Beliebtheit erfreuen. Läuferinnen und Läufer aus aller Welt schätzen die sportliche Herausforderung von diesem besonderen Ultramarathon. Sie werden zu Widerholungstätern, wenn es jährlich im August heißt, 100 Meilen Berlin – Der Mauerweglauf. 


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