Mit Fuchsi über den Boulevard

Für einen frühen, herbstlichen Sonntagmorgen war am vergangenen Sonntag (15. Oktober) die Potsdamer City reichlich in Bewegung. Schon kurz nachdem die ersten Cafés in der Innenstadt geöffnet hatten, saßen dort erkennbar sportliche Frühaufsteher und dopten sich mit Kaffee und Croissants. Ihr Ziel: der Intersport Olympialauf, der zum zweiten Mal in Potsdam ausgetragen wurde, während sein Berliner Pendant im vergangenen Juni bereits zum fünften Mal stattgefunden hatte.


Knapp 300 Läufer machten die morgendliche City zu ihrem Fitnesstudio. Fünf oder zehn Kilometer konnten sie laufen –eine Runde führte vorbei am Brandenburger und Nauener Tor, über den Bassinplatz, streifte die Freundschaftsinsel und endete wieder auf der Brandenburger Straße vor der Intersport-Olympia-Filiale. Deren Geschäftsführer Sascha Düring erklärte kurz vor dem Start, dass sich der Lauf an treue und laufbegeisterten Kunden richte und außerdem einem guten Zweck dient. Von den Startgeldern wurde jeweils ein Euro an die deutsche Parkinson Hilfe gespendet. Insgesamt kamen 2500 Euro zusammen, um den Verein zu unterstützen. Mit dem Geld sollen die Entwicklung alternativer Behandlungsmethoden unterstützt sowie Therapieplätze und Kampagnen zur Aufklärung über das Krankheitsbild finanziert werden.
Als kurz nach Zehn der Startschuss fiel, sich die Läufer gut gelaunt auf die Strecke machten und bis zur Karstadt-Filiale vom Maskottchen der Füchse Berlin begleitet worden, war die Brandenburger Straße um diese Uhrzeit noch wie leergefegt. Lediglich ein altes Rentnerpaar applaudierte den vorbeikommenden Läufern sitzend von einem Café aus zu. Gleich als ersten Läufer sahen das Paar Markus Cyranek vorbeieilen, der einen Start-Ziel-Sieg über die zehn Kilometer hinlegte. Der Potsdamer, der für den FC Deutsche Post läuft, gewann in 36:17 Minuten gefolgt von Björn Schwarz (Potsdamer Laufclub) in 36:53 und Timo Kranzusch (Run Pack Berlin) mit einer Zeit von 38:30. Bei den Damen schaffte es Sophie Lacher auf den ersten Platz mit 46:20 Minuten. Danach folgten Diana Sablinski in 46:30, sowie Katharina Bresler in 49:16. Auf der Strecke über fünf Kilometer siegte Jens Killat (Potsdamer Laufclub) mit einer Zeit von 17:30. Die schnellste war Frau Louisa Kliche (SC Potsdam) mit 20:55.
„So ein Lauf nehme man eben mal als ein gutes Training mit“, meinte Stefan Peters im Ziel. „Die Strecke war in Ordnung zu laufen, natürlich nichts Besonderes für jemanden der hier wohnt, da kennt man das ja eh alles. Ist eben ein Lauf aus Spaß an der Freude“, meinte der Potsdamer, bevor er das Feld räumte für die Touristen, die zunehmend im Laufe des Vormittags die Brandenburger Straße bevölkerten.

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