Das Jahr noch einmal sportlich verabschieden

Silvesterläufe sind auf der ganzen Welt eine sportliche Variante, das alte Jahr zu verabschieden. Überall wird am 31. Dezember gerannt. Allein auf dem Laufportal des Deutschen Leichtathlethikverbandes sind in 100 deutschen Städten Silvesterläufe aufgeführt.

Es dürften jedoch weitaus mehr sein. Egal wo auf der Welt am letzten Tag des Jahres gelaufen wird – alle Events eint die ungezwungene, fröhliche Atmosphäre.

Gleichwohl geht es bei großen Läufen auch ums Gewinnen – Siege beim weltweit bekanntesten Silvesterlauf in São Paulo, beim weltweit größten in Madrid mit 18.000 Teilnehmern oder beim Klassiker in Bozen gelten als Prestigesiege innerhalb der Riege der Weltklasseläufer. Und sie zahlen sich durch ein üppiges Preisgeld aus.

Vielen Freizeitläufern ist es am letzten Tag des Jahres noch einmal Bedürfnis und Verpflichtung, das zu machen, was sie die zwölf Monate zuvor begleitet hat: laufen. Es ist ein sportlich-geselliges Beisammensein mit Trainingskollegen und Laufpartnern, mit denen das Jahr über so manche Stunde und Runde keuchend, schweigend, redend, leidend, erfolgreich geteilt wurde. Für viele ist der Abschluss zugleich Beginn – ganz nach dem Motto: Nach dem Lauf ist vor Lauf.

Der älteste deutsche Silvesterlauf ist der in Gummersbach, den es seit 61 Jahren gibt. Der größte mit 11.000 Teilnehmern ist der Silvesterlauf zwischen den westfälischen Städten Werl und Soest. Mancherorts ist es gute Tradition, im Ziel Glücksbringer zu verteilen. Im norddeutschen Lägerdorf sind dies fossile „Donnerkeile“ – versteinerte Schwänze von Tintenfischen, die vor 50 Millionen Jahren in den Kreideteichen der Region gelebt haben.

Der Silvesterlauf des Potsdamer Laufclubs (10.30 Uhr) wird am kommenden Montag seine 22. Auflage feiern. 7,3 Kilometer ist der Hauptlauf lang, mit Start und Ziel im Stadion Luftschiffhafen. Ein Sektstand nach etwa zwei Kilometer ist eine Erfrischungsstation, wie sie wohl nur zum Silvesterlauf möglich ist. Viele der Starter tragen ein Kostüm – als Ausdruck, das Sportjahr fröhlich und nicht so ehrgeizig zu beenden. Etwa 400 Teilnehmer, zählte der Potsdamer Lauf zum Jahresende bei seinen vergangenen Auflagen. Als Glücksbringer fürs neue Jahr gibt es im Ziel Pfannkuchen. Die Geschichte des Glücks und des Pfannkuchens ist wesentlich älter als die des Silvesterlaufes und kennt viele Interpretationen. In einer heißt es: Wirft man den ersten Pfannkuchen direkt aus der Pfanne in die Luft und fängt ihn wieder auf wird im kommenden Jahr nie das Geld ausgehen.

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