Auf und ab in den Ravensbergen

grafik ravensbergeDie gut zwölf Kilometer lange Laufrunde führt durch eines der vielen Waldgebiete, mit denen Potsdam gesegnet ist: die Ravensberge. Das Naturschutzgebiet, eines der ältesten in Deutschland, reicht von der Potsdamer Waldstadt im Osten bis zum Ufer des Templiner Sees und Caputh im Westen.

Die vorgeschlagene Strecke beginnt an der Albert-Einstein-Straße, direkt unterhalb des Brauhausberges. Sie führt nach wenigen Metern am Kletterpark und kurz danach am Telegrafenberg vorbei, auf dem im Wissenschaftspark das Leibnitz-Institut für Astrophysik und das Alfred-Wegner-Institut für Meeres- und Polarforschung angesiedelt sind. Ein Stück durch die Klimageschichte der Region ist auch der Lauf durch die Ravensberge, deren geologische Formation ein Resultat der letzten Kaltzeit in Nordeuropa ist. Sie begann vor etwa 115 000 bis 110 000 Jahren und endete vor etwa 10 000 Jahren.

In dem Waldgebiet liegt Potsdams höchster Punkt

Die Ravensberge sind das Terrain der Potsdamer Bergläufer schlechthin. Wer das Laufen im profiliertem Gelände und auf sandigen Wegen mag, also ein Cross-Fan ist, der ist hier richtig. Nahe der Bundesstraße 2, dessen Verkehrsrauschen zu Beginn den Läufer im Wald begleitet, befindet sich ein sowjetischer Soldatenfriedhof und eine als Flächennaturdenkmal ausgewiesene renaturierte Sandgrube. Genauso läuft es sich auch – wie durch eine Sandgrube. Kleine Wellen wirken immer wieder als Rhythmusbrecher.

Die markantesten Erhebungen sind der Kleine und der Große Ravensberg, wobei der Kleine der größere ist. Mit 114 Metern ist der Kleine Ravensberg die höchste Erhebung im Potsdamer Stadtgebiet. Der Große Ravensberg ist sechs Meter kleiner. Ihn passiert man als Erstes, bald danach gelangt man zum Teufelssee. Der Name des Sees geht auf die Sage um einen italienischen Mönch zurück, der als Teufelsbeschwörer in ein nahe gelegenes Kloster gerufen wurde. Satan selbst soll an der Stelle des heutigen Sees, die als Pilger- und Opferstätte diente, sein Bild aufgestellt haben. Durch die Beschwörungen des Mönches soll die Erde an dieser Stelle aufgebrochen und das Teufelsbild versunken sein. Seitdem, so die Sage, erfüllt ein schwarzer See den Boden der Senke. Für Läufer ist der See ein herrlicher Blickfang – zu jeder Jahreszeit.

Ausgedehnte Läufe sind möglich

Gleich nach dem See geht es rauf auf den Kleinen Ravensberg, auf dessen Kuppe zwei Türme stehen. Ein 36 Meter hoher Feuermeldeturm und der ruinöse Mirenturm, der zur Geodaten-Messstrecke des Helmertturms auf dem Telegrafenberg gehört. Das umfangreiche Wegenetz der Ravensberge erlaubt ausgedehnte Läufe. Umfänge bis zu 20 Kilometer lassen sich hier ohne Probleme erlaufen. Die großen Waldadern – Caputher Heuweg, Langerwischer Weg, Saugarten- und Lindengestell – gebe immer wieder gute Orientierung. Laufgenuss pur.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Potsdam stellen die PNN die schönsten Laufstrecken in und um Potsdam vor, die uns Leser vorgeschlagen haben. Die Strecken sind auch im digitalen Stadtplan der Stadtwerke zu finden.

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