Potsdams schönste Strecken: Durch Chique und Geschichte

Strecke PfaueninselNach dem Motto „Sehen und gesehen werden“ ist diese etwa 20 Kilometer lange Route eine recht prominente Runde durch Potsdam, die sicherlich häufig von Läufern genutzt wird. Los geht es an der Viereckremise in der Nedlitzer Straße oder am Volkspark. Der erste Abschnitt folgt dem Asphalt der Fritz-von-der-Lancken-Straße über die Bertinistraße Richtung Jungfernsee. Hier warten auch schon die ersten „Hügel“ – in dieser Richtung aber meist bergab. Zu sehen gibt es herrschaftliche Häuser wie die Villa Jacobs sowie das Ufer des Jungfernsees mit der alten Grenzanlage für die Schifffahrt.

Am Brauereigasthaus „Alte Meierei“ geht es auf Splittwegen durch den Neuen Garten: bei Regen etwas matschig, bei Sonne Staubgefahr, im Sommer Touristenrisiko. Es geht an der Rückseite des Schlosses Cecilienhof entlang, immer in Ufernähe bis zur Brücke Hasengraben und dem Eingangstor des Neuen Gartens an der Schwanenallee. Auf der Schwanenallee kann man auf Asphalt weiter oder links den Trampelpfad nehmen. Naturliebhaber lassen den Blick links auf dem tollen Ufer der Havel, Promijäger können womöglich bei den rechtsseitig Villen einen Prominenten zu Gesicht kriegen: Unter anderem wohnt TV-Moderator Johannes B. Kerner hier. Einen Blick wert ist an dieser Stelle Kongsnaes – der Torbogen und die Venthalle der einstigen Matrosenstation.

Über die Glienicke Brücke zu den Pfauen

Am Ende der Schwanenallee wird es geschichtsträchtig. Wer will, setzt die Route über die Glienicker Brücke nach Berlin fort. Also einen Hauch Geschichte atmen, die Brücke überqueren und gleich wieder links runter am Ufer der Havel bleiben. Rechter Hand das Schloss Glienicke und den Park liegen lassen und weiter am Ufer entlang. Als Landmarke hat man dann die Sacrower Heilandskirche im Blick und als nächste Wegmarke folgt das Ausflugslokal Moorlake. Hier geht es vor dem Biergarten links weiter am Ufer. Als Wendepunkt bietet sich das Ausflugslokal „Wirtshaus zur Pfaueninsel“ an der Fähre zur Pfaueninsel an. Wichtig: Keine Musikhörer im Ohr haben, sondern lieber den Rufen der Pfaue lauschen! Am Wendepunkt sind es zirka zehn Kilometer.

Zurück geht es auf dem gleichen Uferweg bis zur Glienicker Brücke – alternativ kann man auch um das Wirtshaus herumlaufen und auf dem Asphalt bis zur Königstraße und dann zurück zur Glienicker Brücke laufen. In der Schwanenallee ergibt sich diesmal die Chance, die andere Seite zu beobachten, also doch noch Promis oder jetzt lieber die Schifffahrt auf der Havel. Im Neuen Garten kann die Strecke über die verschiedenen Wege in Aussicht und Länge variiert werden. Als Ausgang bietet sich wieder das Tor an der Meierei an.

Im Volkspark wird ausgelaufen

Aus sportlicher Sicht interessant wäre jetzt noch der „Anstieg“ am Bertiniweg, der zum Abschluss auch gern in kurzen Steigerungsläufen mehrmals genommen werden darf. Zum Auslaufen kann man dann noch ein paar Runden im Volkspark dranhängen. Insgesamt eine sehenswerte Tour mit Blick auf viel Wasser, schöne Gärten, teure Villen und einem ordentlichen Hauch Geschichte. Laufempfehlung: außerhalb der üblichen Touristenzeiten, am Morgen/frühen Vormittag oder zum Sonnenuntergang – vielleicht kommt ja dann gerade auch Herr Kerner nach Hause.

Die Strecke ist auch im digitalen Stadtplan der Stadtwerke zu finden.

Diese Website verwendet Cookies sowie Dienste Dritter, wie z.B. Google Analytics. Mit der weiteren Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. In dieser erfahren Sie zudem, wie Sie das Setzen einiger Cookies verhindern können.
Zur Datenschutzerklärung Ok